Lipostruttura |
| DIE CHIRURGISCHE ENTFERNUNG VON ÜBERSCHÜSSIGEM GEWEBE
Es handelt sich um eine "alte" Methode (Lipofilling erstmals 1985), die heute von Dr. Sidney Coleman, einem amerikanischen Schönheitschirurgen, perfektioniert wird. Dabei geht es um die Verpflanzung von Körperfett aus einer Überschusszone in andere Zonen (Rumpf oder Gesicht), in der das Volumen gesteigert und die Formen verbessert werden sollen.
Das Fett wird aus den Überschusszonen durch einfache Fettabsaugung entnommen (vom Bauch, von den Oberschenkeln oder von der Hüfte, von der Innenseite der Knie oder von anderen Zonen die Fettgewebe im Überschuss aufweisen). Nach der Entnahme durchläuft es einen speziellen Reinigungsprozess. Die flüssigen Bestandteile und Blutreste, die ansonsten die Aufnahmekraft vermindern würden, werden dem Fett entnommen. Erst danach wird es verpflanzt. Um dauerhafte Resultate erzielen zu können, muss das verpflanzte Fett in der Lage sein an den vorgesehenen Positionen zu überdauern. Dank spezieller von Coleman entwickelter Instrumente wird das gereinigte Fett in kleinsten Tropfen in die Gewebelage eingebracht, der man neue Spannung geben möchte. Diese spezielle Verpflanzungstechnik schafft eine große Kontaktfläche zwischen dem Fettgewebe und den Zonen die gefüllt werden sollen. Dies führt dazu, dass sich das Fett dort ansiedelt und über die Nährstoffe aus den Kapillaren in der Wiedereinpflanzungszone dauerhaft überleben kann. Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie, möglicherweise in Verbindung mit einem herkömmlichen Beruhigungsmittel (nachdem die routinemäßigen Blutuntersuchungen und ein Elektrokardiogramm gemacht worden sind). Normalerweise bedarf es keiner Nähte. Es besteht daher kein Narbenrisiko. Auftreten können kleine Blutergüsse und leichte Schwellungen. Pflaster, die auf den behandelten Stellen für ein paar Tage getragen werden müssen, können in kurzer Zeit - normalerweise innerhalb einer Woche - wieder entfernt werden. Anschließend kann man seinen normalen Gewohnheiten wieder nachgehen.
Das Besondere an dieser neuen Methode ist, dass sich das Fett einbaut, das heißt sein eigenes Leben an der neuen Stelle führt und sich dem normalen Alterungsprozess anpasst. Es wird nicht wieder aufgenommen und wenn dann nur in kleinster Menge (die Aufnahme entspricht etwa 70 bis 80 Prozent). Aus diesen Prozentzahlen ist ersichtlich, dass normalerweise nur ein Eingriff notwendig ist, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Möglicherweise kann eine Nachbehandlung nach 4 Monaten erfolgen.
Im Vergleich zu den klassischen Implantaten mit synthetischen Dauerprothesen erfolgt die Lipostruktur wann immer möglich mit der Verwendung von Körpereigenstoffen und ist deshalb vollständig biokompatibel. Das große Limit der synthetischen Füllstoffe besteht darin, dass sie nie wirklich bio-kompatibel sind und deshalb möglicherweise als Verursacher einer Reihe von schweren Problemen genannt werden müssen: Neben der möglichen Fremdkörperreaktion besteht das Risiko dass das synthetische Material aus den Zonen, in die es eingesetzt wird rutscht und sonst wo endet. Außerdem altert der synthetische Füller nicht gemeinsam mit dem Gewebe in das er eingepflanzt ist mit und es besteht das Risiko - im Laufe der Zeit - dass der Rest des Gesichts unharmonisch, wenn nicht sogar grotesk wirkt.
Gesicht
Körper |


















