Eine Eigenhaartransplantation kann bei allen Pazienten durchgeführt werden, die noch einige Zentimeter dichtbehaarte Kopfhaut aufweisen. Der Eingriff hat keine postoperativen Nachwirkungen und wird in einer einzigen Behandlung durchgeführt.
Wann ist eine Eigenhaartransplantation geeignet?
Bei erblich bedingtem Haarausfall oder beginnender Glatzenbildung.
Vorraussetzung für die Verpflanzung ist ein ausreichender, gesunder Haarkranz.
Ergebnis
Ziel einer Eigenhaartransplantation ist, im Bereich der kahlen oder wenig behaarten Stellen wieder einen normalen Haarwuchs zu erreichen.
Der Eingriff
Mit speziellen Skalpellen wird ein Gewebeteil von der Spenderstelle entnommen und die Entnahmestelle wird umgehend vernäht, so dass sie nicht mehr sichtbar ist. Gleichzeitig wird der entnommene Hautstreifen unter einem hochauflösenden Mikroskop mit Hilfe von speziellen Instrumenten von unserem Team in follikulare Einheiten (einzelne Haarwurzeln) zerlegt. Die Haarwurzel wird von dem restlichen Gewebe getrennt: nur die Haarwurzel wird in den vorgesehen Bereich eingepflanzt. In der Empfängerzone werden kleine Löcher gemacht in die die einzelnen Haarwurzeln verpflanzt werden. Die Öffnung schließt sich um die neue Haareinheit und verheilt durch Bildung einer kleinen Kruste, die nach einigen Tagen von selbst wieder abfällt.
Diese Technik kann lichtes Haar oder kahle Stellen auffüllen.
Der Eingriff wird in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt.
Heilungsprozess
Die Pazienten können nach der Operation nach Hause gehen und amTag nach dem Eingriff wieder Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen.
Die kleinen Krusten im Empfängerbereich verschwinden in der Regel nach 7 bis 10 Tagen. Die neu verpflanzten Haare fallen nach 2 bis 3 Wochen, wachsen jedoch nach etwa 4 Monaten wieder nach. Der Haarwuchs ist nach ungefähr 9 Monaten wieder normal.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
In manchen Fällen kann eine Kopfhautreduktion durchgeführt werden.
Bei anderen Patienten können spezielle Implantate unter die Kopfhaut eingesetzt werden. In einer Zeitspanne von einigen Wochen wird eine Dehnung der behaarten Kopfhaut erreicht. Der Chirurg kann dann im Laufe einer weiteren Operation den kahlen Bereich entfernen und diesen mit der ausgedehnten behaarten Kopfhaut ersetzen.
Krankenversicherung
In der Regel werden die Kosten einer Eigenhaartransplantation nicht von der Krankenversicherung gedeckt.